My World
Hier ist die andere Geschichte, die ich dann am Freitag für mein Abendlicht geschrieben hab, um den Kindern vor Augen zu führen, was alles in einer Woche passieren kann....
Hört euch, wenn ihr sie lest das Lied "Silly World" von Stone Sour an!
Ich hab das Lied auf repeat gehabt und während dessen diese Geschichte geschrieben!!
Wie gesagt sie ist für die Kinder!!!


Paul und Tom waren die besten Freunde. Sie kannten sich schon seit der Geburt und waren sogar in einer Klasse. Sie hatten sehr viel Spaß zusammen. Am liebsten ärgerten sie Lehrer, spielten zusammen Fußball und so weiter, halt alles was sie zusammen machen konnten. Doch die größte Freude bereitete ihnen das Spielen mit Pauls Piratenschiff. Einer spielte den Kapitän und der andere die Crew oder einer das Piratenschiff und der andere das Schiff, das gekapert wurde. Aber sie hatten auch so sehr viel Spaß zusammen und stritten sich fast nie, da sie sich auch verstanden, ohne miteinander zu reden. Aber eines Morgens kam Toms Mutter herein und erklärte, dass sie weg ziehen müssten, da der Vater eine besser bezahlte Arbeit gefunden habe. Das schockte Tom so sehr, dass er fast aus dem Bett fiel. Beim Frühstück sagte er nichts. Als er zur Schule kam, stürmte Paul, wie jeden Morgen, schon auf ihn zu, doch Paul merkte sofort, dass mit seinem besten Freund etwas nicht stimmte: „Was ist los?“ fragte Paul. „ Ach weißt du, eigentlich nichts, entgegnete ihm Tom und kniff dabei die Augen zusammen um ja nicht zu weinen. „ Erzähl keinen Mist, mit dir stimmt etwas nicht! Mir kannst du es doch wohl sagen, oder?“ „Ja, du hast ja recht“, antwortete Tom mit niedergeschlagener und fast weinerlicher Stimme. „Also?“ „Also, ich weiß nicht, wie ich’s dir sagen soll!“ „Sag es doch einfach!“ „ Na gut, ich ziehe weg!“ schoss es aus Tom heraus. Paul stand starr und schaute, als hätte ihn der Blitz getroffen. Jetzt schossen auch Paul Tränen in die Augen. „ Ist das dein Ernst?“ fragte er nach kurzer Zeit. „Nee, mein Friedrich, natürlich ist da mein Ernst, meinst du, ich will dich verscheißern?“ Sie fielen sich in die Arme, doch im gleichen Moment dongte es zur ersten Stunde. Sie gingen hinein, ohne ein weiteres Wort zu wechseln. Die erste Stunde war Erdkunde bei Frau Herrishilden, das Lieblings – ärger – Opfer der beiden. Doch heute war nichts mit ärgern. Die Jungs saßen ganz ruhig und brav in ihren Stühlen und schauten nach vorne. Sie sahen aus, als würden sie zuhören, doch sie waren mit ihren Gedanken ganz woanders. Nach der Schule gingen sie zu Tom, wo schon die Umzugslaster am Haus standen und kräftig eingeladen wurde. Sie gingen hoch in Toms Zimmer, doch das Zimmer war schon leer geräumt. „Können wir noch mal zu dir gehen?“ schluchzte Tom zu Paul. „Na klar“, antwortete Paul leise mit weinerlicher Stimme und nahm Tom in den Arm. Bei Paul angekommen spielten sie wie immer mit Pauls Piratenschiff, doch heute war es nicht wie sonst, es herrschte Trauer, auch auf dem Schiff, denn der Kapitän war gestorben. Nach kurzer Zeit brachen sie das Spiel ab und redeten noch ein Bisschen:
„ Du schreibst mir doch, wie es dir geht, oder?“ „Na klar! Moment, ich schreib dir meine Adresse auf.“ „Cool.“ Die Situation begann sich zu normalisieren und für den Rest des Nachmittags spielten sie, wie sonst auch immer. Doch gerade, als es am schönsten war, so wie es eigentlich immer war, klingelte das Telefon. Toms Mutter war am Aperat und sagte, dass sie Tom jetzt holen komme. Da war es aus mit dem schönen Traum und alles war wieder da, als wären sie aus einem Traum erwacht, in dessen Traum sie sich weg geträumt hatten. Sie fingen wieder an zu weinen. Nach kurzer Zeit war Toms Mutter da und es war an der Zeit sich zu verabschieden. „Meine Adresse hast du ja jetzt.“ „Ja, und ich werde dir sofort schreiben, heute noch!“ „Ich danke dir!“, mit diesen Worten stieg Tom ins Auto. „Warte!“, rief Paul, „ich komme gleich!“ und er verschwand. Nach ungefähr 2 Minuten kam Paul mit einer Tüte in der Hand wieder und gab sie Tom. Neugierig wie, er war, schaute Tom sofort hinein und ihr werdet nicht glauben, was in der Tüte war, richtig, das Piratenschiff. Tom war so gerührt, dass er keinen Ton mehr rausbrachte. Paul sagte ebenfalls nichts mehr, aber sie verstanden sich durch ihre Blicke. Der Umzug geschah über Nacht, also ging Tom schon am nächsten Morgen in die neue Klasse. Dort fühlte er sich von allen beobachtet und da er sehr schüchtern war, bekam er keinen Ton heraus. Auf Anweisung seiner neuen Lehrerin setzte er sich neben Peter, der anscheinend sehr beliebt war, denn die Klasse war mit der Entscheidung der Lehrerin nicht einverstanden. Also setzte sich Tom neben Peter und schon nach 2 Minuten war er Bote für Zettelchen, die alle an Peter geschrieben wurden, denn fast jeder schrieb ihm. Doch als Tom ihn fragte, ob er ihm die Schule zeigen wolle, sagte dieser hochnäsig „Neulinge müssen sich hier selber zurecht finden!“ und auch sonst machte er keinen sympathischen Eindruck auf Tom. Er war nur ein hochnäsiger Kauz, der es irgendwie geschafft hatte, dass ihn alle mögen, evtl. haben sie sich von ihm blenden lassen, oder so was. Als Tom sich in der Pause der Gruppe um Peter, die aus mehreren Klassen bestand, näherte, wurde er beschimpft und ihm wurde gedroht, nicht zu nahe zu kommen, sonst würde etwas passieren. So verging der erste Schultag an der neuen Schule für Tom. Als er daheim war, legte er sich in seinem Zimmer auf den Boden, da noch keine Möbel in seinem Zimmer waren, und weinte bitterlich. Er sehnte sich nach Paul, denn er fühlte sich von der ganzen Welt missverstanden, und der einzige, der ihn verstand, war 200 Kilometer weit weg und hatte ihn vielleicht schon vergessen. In diesem Moment kam die Mutter rein und legte ihm einen Umschlag hin. Als Tom darauf schaute, sah er zwar seine Adresse, aber keinen Absender, doch er erkannte die Schrift. Als er den Umschlag umdrehte und den Absender las, war es ihm 100%tig klar, das war der Brief von dem Paul beim Abschied gesprochen hatte. In diesem Moment war seine Erinnerung an Paul wieder so aufgefrischt, dass er, als er den Brief las, Paul vor sich stehen sah, ihm das erzählend, was er geschrieben hatte. Als er den Brief fertig gelesen hatte, rannte er runter, um Papier, einen Stift und das wichtigste, das Piratenschiff, zu holen. Er schrieb Paul zurück, wie es ihm erginge und fragte auch, ob sich drüben, bei Paul und den anderen etwas geändert hätte, obwohl sich sicher nach einem Tag nicht so viel geändert haben konnte.
Als er den Brief fertig geschrieben hatte, gab er ihn seiner Mutter, damit diese ihn am nächsten Morgen zur Post bringe. Dann spielte er mit dem Piratenschiff und es war ihm, als wäre Paul dabei und sie würden wieder zusammen spielen. Dann ging er ins Bett und träumte einen Traum, in dem er mit Paul und noch einem dritten Jungen zusammen mit dem Piratenschiff spielt. Tom wusste, wer der dritte Junge war, Carlo oder so war sein Name, auch er war sehr unbeliebt in der Klasse und keiner redete mit ihm. Als Tom am nächsten Morgen aufwachte und noch mal über den Traum nachdachte, wurde ihm plötzlich klar: Carlo wurde genauso behandelt, wie er, aber den Grund dafür wusste Tom nicht. Als er in der Schule war, setze er sich von Peter weg und platzierte seinen Stuhl neben Carlo, der etwas abseits saß. Dieser schaute ganz verblüfft und fragte wie es dazu komme. „Du bist in der gleichen Lage wie ich!“ In der Pause lief Tom nicht mehr alleine, sondern mit Carlo und er fühlte sich nicht mehr alleine. Als Tom daheim angekommen war, lag auf seinem Platz auf dem Esstisch ein großer, brauner Umschlag. Als er ihn öffnete, fielen ihm viele gebastelte und gemalte Dinge heraus. Als er sie sich genau ansah, wurde ihm klar, dass sich doch niemand mit der Adresse geirrt hatte und die vielen schönen Sachen tatsächlich für ihn waren, denn diese Sachen hatte seine alte Klasse ihm geschickt um ihm eine Freude zu machen. Er war so gerührt, dass er zu weinen anfing. Das beste aber war das, was ihm Paul zusätzlich geschickt hatte: einen Holzbausatz für ein Kreuzfahrtschiff, und Besatzung war auch dabei, und in dem Brief dazu stand, dass dieses Schiff zum kapern gedacht sei und dass er in zwei Tagen vorbeikommen würde. Tom war überglücklich. Am nächsten Tag ging er mit zu Carlo zum Spielen. Als sie anfingen, spürte Tom etwas verbindendes zu Carlo und Carlo zu Tom. Also spielten sie und beide wurden sich immer sympathischer. Als Tom dann am Abend abgeholt wurde, lud er Carlo für den nächsten Tag zu sich ein, um ihn Paul vorzustellen. So geschah es. Am nächsten Tag saß Tom in der Schule und wartete und wartete darauf, dass die Schule endlich vorbei ging und er Paul sehen konnte, doch das dauerte noch ewig. Dann endlich nach vielen, unendlich scheinenden Stunden, war es so weit: Paul stand vor ihm. Tom konnte sich nicht halten und fiel seinem besten Freund weinend um den Hals. Nach einer kurzen Zeit stellte er Carlo Paul vor und umgekehrt. Dann holte Tom das Piratenschiff und sie begannen zu spielen, wie noch vor Tagen. Carlo saß daneben und schaute nur zu, nach kurzer Zeit jedoch begann er immer trauriger zu schauen und glaubte, nur verarscht worden zu sein. „Hey was ist mit Carlo?“ fragte Paul plötzlich „Oh ja, komm Carlo, spiel mit uns!“ Carlo kam hinzu und sie spielten zu dritt. Und plötzlich war es, als hätte sich Toms Traum verwirklicht. So ging dann auch Toms wahrscheinlich schönster Tag zu ende, doch da Freitag war durften Paul und Carlo sogar bei ihm schlafen. Am nächsten Morgen spielten sie weiter und so das ganze Wochenende, es war als hätten sie die Zeit vergessen. Am Sonntag Abend dann, als Carlo und Paul weg waren, ging Tom für sich in Gedanken die Woche noch mal durch und ihm wurde bewusst, was alles in einer einzigen Woche passieren könne.
Dann schlief er zufrieden ein.
28.8.06 20:32
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


tiniiiii (28.8.06 21:03)
Voll süß...macht mich irgendwie ganz wehmütig...


Katha (30.8.06 19:50)
Da kommen Erinnerungen hoch... es war schon ne tolle Woche!!!

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