My World
Damit ihrs net falsch versteht!!!
Ich bin KEIN Satanist oder so...
ich hab ma in der Schülerzeitung gearbeitet und da wurde der Artikel net abgedruckt..
Also wollte ich ihn hier veröffentlichen!
Es ist ein sachlicher Bericht!!!
Viel spaß beim lesen!

Satan( hebräisch = Widersacher) ist im Alten Testament einfach nur der allgemeine Gegner, dieser bekommt später Untertanen, Dämonen, die durch verbotene sexuelle Beziehungen zwischen Engeln und Menschen entsprungen sind. Damit wurde Satan zur Verkörperung des Bösen und zum Gegenspieler Gottes. Nach christlichem Glauben hat Satan durch das Wirken von Jesus Christus seine Macht eingebüßt.

Entwicklung:
Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich in höchsten Gesellschaftskreisen ein Teufelskult mit blasphemischen (Gottes lästernden) Ritualen. Die Geliebte des französischen Königs Ludwig XIV, Madame de Montespan, ließ schwarze Messen abhalten, um die Gunst des Königs wiederzuerlangen. Dabei wurden zum Beispiel über einer nackten Frau auf einem Altar Kinder geschlachtet. Pendeln, Gläserrücken und Geisterbefragungen waren nur Gänsehaut hervorrufende Gesellschaftsspiele.

Während dieser Zeit entstanden viele geheimnisvolle Geheimgesellschaften, in denen nur „Eingeweihte“ von der Wirkung der Kraft des Dunkeln und dem Zusammenspiel des Kosmos wussten.

Aleister Crowley entwickelte Ende des 19. Jahrhunderts eine Lehre der uneingeschränkten Lustentfaltung. Sein Hauptgebot war: „Tu was du willst!“ Obwohl es sich bei Crowleys Lehre nicht um eine religiöse Verehrung Satans handelte, spielt dieser doch eine vorbildliche Rolle. Crowley bezeichnete sich selber als die Wiedergeburt Satans ( The Beast – 666) . Auf Sizilien gründete er die „Abtei Thelema“ ( = Wille). Dort wurden sexualmagische Riten und Tieropfer praktiziert. Menschenopfer konnten ihm allerdings nicht nachgewiesen werden. Crowley übernahm 1921 die Leitung des O.T. O. (Ordo Templi Orientis) vom damaligen Agenten Theodor Reuß und verlagerte einen Teil der Aktivitäten in die USA nach Kalifornien. In der Folge wurden aus der kalifornischen Sektion 40 "aktive Abteilungen" gegründet, die zum Teil bis heute noch aktiv sind. 1947 starb Crowley zweiundsiebzigjährig als Alkoholiker und geistig umnachtet. Gegen Ende seines Lebens zeigte Crowley deutliche Sympathien für Hitler und seinen Umgang mit den Schwachen. Crowley starb durch seinen exzessiven Drogenkonsum 1947. Crowleys Leben und Werk sind die Grundlage der meisten Arten des modernen Satanismus. Anton Szandor da Vey gründete in der Walpurgisnacht die kalifornische „Church of Satan“. Sie praktiziert einen blut- und drogenarmen Satanismus, bei dem aus Crowleys „Tu was du willst!“ ein „Mach was dir gefällt!“ geworden ist. Dazu gehören auch Experimente mit Nazi-Ritualen. Die „Church of Satan“ wird in Kalifornien als offizielle Religion angesehen. Crowley ist bis heute "Spiritus rector" und Ideenlieferant für eine Vielzahl von Gruppen und Organisationen und ihren Ritualen geblieben. 1904 erhielt er in Kairo visionär eine Offenbarung von einem "Geistwesen" namens "Aiwaz" (oder auch "Aiwass"), einem Sendboten "Set's", dem König der Verwüstung und Zerstörung und dem Mörder des Osiris. Die Offenbarung findet ihren Inhalt im "Liber Al vel Legis" ("Buch des Gesetzes") und soll den heranbrechenden neuen "Äon des Horus" proklamieren. Aus seinem Liber OZ sub Figura LXXVI (zitiert bei Horst Knaut, "Das Testament des Bösen", S. 171 f, Seewald 1979) entstammen die als thelemitisches Gesetz und als "Crowley-Charta" bekanntgewordenen und bis heute bei den meisten Gruppen (nicht nur den thelemitischen) als heimlich-ideologisches Leitmotiv akzeptierten Gedanken:
"Das Gesetz des Starken: das ist unser Gesetz und die Freude der Welt. Tu was du willst, soll sein das ganze Gesetz. Du hast kein Recht als deinen eigenen Willen zu tun. Tue den, und kein anderer soll Nein sagen. Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern. Es gib keinen Gott außer dem Menschen. Der Mensch hat das Recht, nach seinem eigenen Gesetz zu leben: zu arbeiten wie er will, zu spielen wie er will, zu ruhen wie er will, zu sterben wann und wie er will. Der Mensch hat das Recht zu essen was er will, zu trinken was er will, zu wohnen wo er will, zu reisen auf dem Antlitz der Erde wie er will. Der Mensch hat das Recht zu denken was er will, zu sagen was er will, zu schreiben was er will, zu zeichnen, malen, schnitzen, ätzen, gestalten und bauen wie er will, sich zu bekleiden wie er will. Der Mensch hat das Recht zu lieben wie er will; auch erfüllet euch nach Willen in Liebe, wie ihr wollt, wann, wo und mit wem ihr wollt! Der Mensch hat das Recht all diejenigen zu töten, die ihm diese Rechte zu nehmen suchen. Die Sklaven sollen dienen. Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen!"

Philosophie:
Satanismus ist keine Religion, sondern eine Philosophie, bzw. ein Lebensstil. Ein Satanist glaubt nicht an den Satan, wie er in der Bibel steht, da ein Satanist weder Götter noch Götzen hat, sondern für den Satanist ist das menschliche Dasein die höchste Stufe. Im Satanismus steht Satan als Archetyp für das Selbst und die Macht. Er steht für alles, was Religion als „Sünde“ ansieht. Ein Satanist betet Satan also nicht an, sondern identifiziert sich mit dem Archetyp Satan.

Symbole:
- umgekehrtes Kreuz:
Das Satan in der Bibel der „Gegenspieler“ Gottes ist, bedeutet er auch für viele die Umkehrung der christlichen Werte.



- Pentagramm mit zwei Zacken nach oben:
Es zeichnet mit seinen Kanten einen gehörnten Stierkopf ( „der Gehörnte“ – „Satan“)
Und wird oft in Ritualen zur Meditation oder als Opferstelle genutzt.

- 666:
Symbol das aus der Bibel ( Offenbarung des Johannes 13:18) stammt
„ Hier ist die Weisheit. Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig ( 666)“ wird ebenfalls als Synonym für den Satan gedeutet.

Rituale:

Es werden schwarze Messen abgehalten, schwarze Magie praktiziert. Das heißt, man beeinflusst oder verändert mit seinem Geist und der göttlichen Kraft oder diversen Wesenheiten, die herbeigerufen werden, die äußere Realität, um ein gewünschtes Ziel zu erreichen. Im Gegensatz zur Weißen Magie versucht sich ein Schwarzmagier Vorteile zu verschaffen, andere Menschen oder Lebewesen zu beherrschen oder ihnen zu schaden.
Beispiele hierfür sind:
Behexung, Anzaubern verschiedener Krankheiten, Rachezauber, Bestrafung eines Unrechttäters, Totenbeschwörung.

Musik:
Black bzw. Death Metal sind Unterarten, die sich aus dem Heavy Metal entwickelt haben, jedoch um ein vielfaches aggressiver sind. Bands wie: Black Sabbath, Marilyn Manson, Coven, Venom demonstrieren in der Öffentlichkeit ihre satanischen Auswüchse in diabolischen Bühnenshows mit aggressiver und provokanter Musik; gepaart mit satanischen Texten, deren Inhalte von kriegerischen und anti- sozialen Tendenzen nur so strotzt.



Rationalistischer Satanismus - Church of Satan:

Der rationalistische Satanismus sieht in Satan keine anthropomorphe Gestalt, sondern eine Chiffre, ein Symbol der Auflehnung gegen den allgemeinen und religiösen ethischen Konsens in der Gesellschaft. Alles, was in der Gesellschaft tabuisiert worden ist, wie Sexualität, Gewalt, Extase, ausschweifender orgiastischer Lebensstil wird wieder eingeführt und damit bewusst ein Bruch mit den gängigen moralischen Vorstellungen provoziert.

Der Satanismus wird tendenziell zur atheistischen Religion in der das Leben, die Natur und die Vernunft religiös-ideologisch überhöht werden. Liturgien und Rituale des Christentums werden benutzt und ins Gegenteil verkehrt, damit soll die emotionale und reale Absage an christlich-jüdische Traditionen und die darauf fußende Demokratie besiegelt werden.

Regeln:
1. Satan repräsentiert das Gewähreinlassen anstelle der Abstinenz.
2. Satan repräsentiert das Vitale anstelle leerer spiritueller Träume.
3. Satan repräsentiert unbegrenzte Weisheit statt heuchlerischem Selbstbetrug.
4. Satan repräsentiert freundliches Verhalten einzig denen gegenüber, die es verdienen, anstelle nutzloser Liebe gegenüber Unwürdigen.
5. Satan repräsentiert Rache, anstatt die andere Wange hinzuhalten.
6. Satan repräsentiert bei Auseinandersetzungen die Verantwortlichkeit dessen, der verantwortlich ist, anstelle der Sorge um psychische Vampire.
7. Satan repräsentiert den Menschen als nichts anderes als ein anderes Tier, manchmal besser, aber viel häufiger schlechter als jene, die auf vier Füßen gehen, ein Tier, das mit seiner angemaßten göttlichen Entwicklung intellektueller und spiritueller Art schlimmer als alle anderen Tiere geworden ist.
8. Satan repräsentiert alle sogenannten Sünden, soweit sie physischer, geistiger oder emotionaler Befriedigung dienen.
9. Satan ist der beste Freund, den die Kirche jemals gehabt hat, weil sie ihn all "die Jahre im Angebot gehabt hat."
(Anton Szandor LaVey, "The Satanic Bible", S. 25, 1966)

1972 unternahm der ehemalige niederländische Schauspieler Martin Lammers den Versuch, eine, mit einem Lehrauftrag versehene Grotte in Etersheim zu installieren. Dazu erwarb er eine der ältesten protestantischen Kirchen und funktionierte sie zu einem "Satans-Tempel" um. Ab 1976 hält sich Lammers in Amsterdam auf und baut im Rotlichtviertel eine Kapelle und betreibt einen Nachtclub mit Namen "Walpurgis-Abtei". Nach vorsichtigen Schätzungen muss man Lammers Gruppe in Holland mit 70 Personen veranschlagen, allerdings dürfte der Kreis der Sympathisanten und Neugierigen den vierstelligen Bereich erklommen haben.
Hier wird defacto eine Zwei-Klassen-Gesellschaft ausgerufen: die "Gods" und dazu die "dogs". "Die Dogs sollen machtlos dienen, die Gods regieren. Wer nicht erleuchtet ist, gilt als Sklave durch eigenen Willen. Doch sollen unsere Sklaven freie Männer sein. Sie sollen arbeiten, wo sie wollen, wann sie wollen und wie sie wollen. Der Unternehmer mag sie heuern und feuern wie er will. In dieser kontrollierten Anarchie gibt es keine Polizei (jeder sorgt mit Freundeshilfe für seine eigene Sicherheit), keinen Gesundheitsdienst und keinen Schulzwang. Kein Kind muss zu Schule ohne natürliche Neigung. Aufstiegschancen gibt es freilich genug. Wer die schweren magischen Prüfungen packt, kann sogar König werden, aus welcher Kaste auch immer er kommt. Aber die meisten sind ja zufrieden, wenn sie ein Stück Fleisch auf dem Tisch und ein Weib im Bett haben. Jeder tut eben, was er will: Lasst Schuster Schuster sein, Soldaten Soldaten, Physiker Physiker, Priester Priester! Keine Arbeitslosenunterstützung! Wer zu schwach zum Überleben ist, sei verdammt und tot! Amen."
(aus: Josef Dvorak, "Satanismus - Schwarze Rituale, Teufelswahn und Exorzismus Geschichte und Gegenwart", S.123f, München 3. Aufl. 1994)
Dieses thelemitische Gesetz zementierte ein Unterdrückungssystem, dass im Grunde genommen nur einen "God" zuließ und das war das "To Mega Therion-The Beast 666". Er bestimmte die "Richtlinien der Politik" und seinen Anordnungen, waren sie noch so unsinnig oder gefährlich, musste unbedingt Folge geleistet werden! Dazu dienten Übungen und Trainings, die jeder durchlaufen musste: von der Verpflichtung zur Führung des "magical record", ein Tagebuch, das Crowley zur Begutachtung vorgelegt werden musste, bis dahin, das Zeitungslesen verboten war und Außenkontakte auf ein Minimum reduziert wurden. Z.B. Die Neophyten: (1. Initiationsgrad) durften nicht das Wort "Ich" gebrauchen. Bei Verletzung dieser Regel mussten sie sich mit einem Rasiermesser Schnitte in den Unterarm zufügen.
Luziferismus
Im Luziferismus wird die Gestalt Satans überwiegend positiv gesehen. Er ist in der manichäischen und gnostischen Tradition der "Lichtbringer" und die Personifizierung des unabhängigen und selbstbewussten Geistes (s. Nevill Drury, "Lexikon Esoterischen Wissens", München 1988). Die etwas einfache strukturierte Variante, seit dem Mittelalter im Umlauf, besagt, dass Luzifer, weil er den Menschen das Licht bringen wollte, um ihnen ihre Göttlichkeit bewusst werden zu lassen, aus "Konkurrenzgründen" von Gott (Elohim) aus dem "Himmlischen Hofstaat" entfernt wurde. In der Gegenwart gibt es nur noch kleinere, die Öffentlichkeit scheuende Gruppierungen in der Bundesrepublik.

Bei den nächsten drei Kategorien des Satanismus spielen symbolische oder kulturelle Kriterien für die Klassifizierung keine Rolle. Vielmehr sind ihre Einstufungskriterien im psychosozialen oder soziologischen Umfeld zu suchen:

Psychotischer Satanismus
ist weder organisiert noch in seinen Ritualpraktiken strukturiert.
Psychotische Satanisten sind ihrem Persönlichkeitsprofil entsprechend Einzelgänger. Rituale werden nur alleine oder im kleinen Kreise (zwei oder drei Personen) zelebriert. In "Blut-Ritualen" werden sich am Unterarm Schnitte zugefügt und das so gewonnene Blut Satan geopfert. Anlass und Auslöser der Ritualpraxis können u.a. "innere Stimmen" sein, die oftmals auf psychopathologische Ursprünge (z.B. Psychosen) zurückzuführen sind. Es ist nicht auszuschließen, dass es in diesem Bereich zu "wahnhaft" motivierten Straftatbeständen, im Extremfall bis zum Mord, kommt.



Jugendzentristischer Satanismus
ist im Grunde genommen kein echter Satanismus. Jugendliche möchten sich auf allen Ebenen, also auch im jugendkulturellen Bereich, von der Welt der Erwachsenen abgrenzen. Das ist für ihre Entwicklung und Erziehung zur Eigenständigkeit unabdingbar und von größter Wichtigkeit. Jugendliche werden in der Polarität zur - als langweilig, abgesicherten, technisierten und durchgestylten mit wenig Raum für Abenteuer versehenen - "Erwachsenen-Welt" ihre eigene Identität mit ihren originären Ausdrucksformen suchen. In diesem Zusammenhang spielen Gewaltphantasien durchaus eine Rolle.

Häufig wird berichtet, in welchen Gegenden es wieder zu "Satansmessen" gekommen ist. Bei genauerer Befragung stellen sich Behauptungen schnell als Vermutungen heraus. Wodurch unterscheidet sich jugendzentristischer Satanismus vom echten? Ersterer bietet keine Gewähr auf Dauer. Die Gruppen, kaum durchorganisiert, treffen sich sporadisch. Es gibt zwar einen Initiator oder Anführer, aber keine hierarchische Struktur. Auch sind die Rituale, die an abgelegenen Orten durchgeführt werden, nicht systematisiert oder gar fixiert.

Als Vorlage für die Ritualpraxis dienen alle möglichen Arten von Literatur (Bücher, Illustrierte, Jugendzeitschriften, wie "Bravo", "Girl" etc.) oder Filme, wie auch Berichte in den einzelnen Fernsehsendern. Häufig werden in diesem Rahmen Tieropferungen vollzogen oder es kommt zu "Entweihungs-Ritualen" (Profanierung) in und an Kirchen. Manche "Sprühaktion" an Hauswänden und Strom-Schaltkästen wird aus einem jugendzentristischen Ansatz heraus geschehen sein.

Jede Satansorganisation (Kult), Gruppe, Loge oder jeder Orden pflegt ihre, bzw. seine "Arkandisziplin", d.h. initiierte (eingeweihte) Mitglieder dürfen bei martialischer Strafandrohung (z.B. Folter, Vergewaltigung, Tod usw.) keine Informationen über die Infrastruktur und den Organisationsgrad der Gruppe, Loge, des Ordens nach außen weitergeben. Auch dürfen sie nicht über Initiationsgrade, über den genauen Ablauf von Ritualen oder sonstigen Praktiken berichten. Das Initiationsritual bindet ferner die Mitglieder Zeit ihres Lebens an die Organisation. Sie können nach dem Selbstverständnis der Gruppe, Loge oder des Ordens nicht mehr aussteigen. Es sei denn, die Organisation würde sich auflösen oder die zweite Möglichkeit, dem "Eingeweihten" ereilt der Tod.

Ausstiegswilligen wird die wilde Entschlossenheit der Organisation, sie nicht so ohne weiteres ziehen zu lassen, psychisch wie physisch vor Augen geführt. Z.B. berichtete ein Aussteiger, dass der Anführer einer Gruppe mit Hilfe von Bodygards und Androhung von körperlicher Gewalt ("...wenn man aussteigen will, dann für immer...!") versuchte, ihn vom Ausstieg abzubringen. Aussteiger sind einem permanenten überwiegend psychischen Druck ausgesetzt. Sie bekommen Pakete mit halbverwesten schwarzen Katzen und Hähnen zugeschickt oder man legt z.B. tote Ratten in Pentagrammform vor die Wohnungshaustür des Ex-Mitgliedes. Es spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, ob der Kult zum "Vulgär-Satanismus" (bedeutet: es ist nur ein gering ausgeprägtes Ritual-System vorhanden) oder zu einem mit akademisch gebildeten Intellektuellen besetzten "Rationalistischen Satanismus" zählt.

Das solche "Druckmechanismen" greifen, hängt zum einen mit dem magischen Verständnis der Involvierten zusammen; zum anderen sind sich die meisten Mitglieder der Tatsache bewusst, dass es bei den praktizierten Ritualen oder sonstigen Praktiken der Gruppe häufig zu Straftatbeständen kommt, die, einmal bekanntgeworden, notwendigerweise eine Strafverfolgung durch Staatsanwaltschaft und Polizei nach sich ziehen.

Ex-Satanisten führen in Gesprächen neben ideologischen auch ökonomische Gründe an, warum das Verletzen der Arkandisziplin und der damit oftmals verbundene Ausstieg der "Arkandisziplin-Verletzer" so unnachgiebig und unerbittlich durch die Organisation verfolgt wird. Jeder "Aussteiger" dokumentiert mit seiner Verhaltensweise, dass entgegen der Prämisse z.B. im "Okkultistisch-Traditionellen Satanismus", Satan nicht über die "Allgewalt" auf Erden verfügt, er nicht der "Fürst (Herrscher) dieser Welt" ist und dass man dementsprechend unbeschadet die ideologische Rüstung wechseln kann.

Die Akzeptanz eines solchen Schrittes durch die Satansgruppe, -loge oder den Satansorden bedeutet, dass der Untergang dieses Satankultes vorprogrammiert ist! Auch haben Satansorganisationen durchaus ein ökonomisch-monetäres Interesse, dass die Involvierung ihrer Anhänger festgeschrieben wird. Das sichert auch zukünftige Einnahmen u.a. durch den Zwang zur Prostitution der weiblichen Mitglieder, Drogen-Deals, Hehlerei und Erpressen "freiwillig gezahlter Geldbeträge".

Schwarze Messe
Die Schwarze Messe stellt die Umkehrung des christlichen Ritus, genauer der Römisch-Katholischen Messe dar. Zum Szenarium satanistischer Messen gehört schwarzes Tuch, Paramente, vergleichbar den liturgischen Gewändern der katholischen Priester oder Mönche. Messbücher und Pulte finden Verwendung.
Die Schwarze Messe nach Anton Szandor LaVey wird mehr in der Form eines (perversen) Psychodramas zelebriert, die Dvorak folgendermaßen beschreibt:

"Verwendet werden dabei Texte aus der Bibel, dem Missale Romanum (in entsprechend pervertierter Form), von Charles Baudelaire und aus Joris-Karl Huysmans satanistischen Schlüsselroman 'La Bas'. Der Kultraum ist einer gotischen Kapelle nachempfunden, als liturgische Musik spielt eine Orgel Werke von Bach oder Palestrina, unter dem Bildnis Baphomets hängt über einer nackten Frau ein auf den Kopf gestelltes Kruzifix. Als Hostie dient ein Rübenschnitzel, das Weihwasser wird durch den Urin einer als Nonne verkleideten Hexe ersetzt, die ihn zuvor coram publico in einen Nachttopf strömen lässt. (.....). Das Gloria der Schwarzen Messe lautet: 'Gloria Deo, Domino Inferi, et in terra vita hominibus fortibus. Laudamus te, benedicimus te, adoramus te, glorificamus te propter magnam potentiam tuam: Domine Satanas, Rex Inferus Imperator omnipotens.' Auch das Vaterunser ist an Satan gerichtet: 'Our Father which art in Hell. (....) We take this night our rightful due, and trespass not on path of pain. Lead us unto temptation, and deliver us from false piety. (....) And let reason rule the earth.' Die vom Priester konsekrierte Rübenhostie wird unter blasphemischen Schmähungen Jesu als Sklavengott bespieen und zertrampelt, aber den im Messkelch befindlichen Wein oder Likör bietet der Zelebrant den Gläubigen mit den Worten an: 'Seht den Kelch der Fleischeslust, der Lebensfreude schenkt.'"

Andere praktizierte Rituale sind z.B. Bann(ungs)rituale.


Ritueller Satanismus -Orientalischer Templer Orden
Typologien haben neben ihrer guten, leider auch eine unangenehme Seite. Denn sie suggerieren, dass man den Satanismus systematisch klassifizieren kann und dass satanistische Organisationen, Gruppen, Logen etc. in Reinkultur vorhanden, seien. In Wirklichkeit können wir es nur Ansatzweise wagen, den Satanismus der Neuzeit zu typologisieren.

Der rituelle Satanismus wirkt kirchen- und ordensgründend. Von seinem Lehrgut ist er neugnostisch einzuordnen. Der wichtigste Vertreter diesen Typs ist der oben schon erwähnte, von den beiden Schweizer Theosophen Dr. Karl Kellner und Dr. Franz Hartmann 1895 gegründete sexualmagische "Ordo Templi Orientis" ("O.T.O.-Orientalischer Templer-Orden"). Crowley übte einen entscheidenden Einfluss nach seiner 1922 vollzogenen O.T.O.-Übernahme aus und ließ sich 1924 in Weida / Thüringen als Weltheiland ausrufen (s. A. und F.-W. Haack, "Jugendspiritismus und -satanismus", S.23 f, München 1989). Nach internen Querelen um die Nachfolge und das Erbe Crowleys scheint der O.T.O heute wieder auf Konsolidierungskurs zu liegen.

Gefahren des Satanismus

Die vorliegenden Fragmente über satanistische Handlungen und Ritualpraxis machen deutlich, dass "Satanismus" nur sehr differenziert zu beurteilen ist. In allen magischen Systemen werden höchst manipulative Techniken (von Autosuggestion bis Trancearbeit) zur Beeinflussung der Involvierten bewusst eingesetzt, obwohl für die unerwünschten Folgen (Paranoia oder sonstige psychotische Zustände) keine Verantwortung übernommen wird.

Zunehmend brutaler und krimineller geht es in einigen Bereichen des Satanismus zu (Black Metal, Jugendzentristischer Satanismus, aber auch in einigen Sektionen des Rationalistischen wie Okkultistisch-traditionellen Satanismus). Gesetzgeber, aber auch die Strafverfolgungsbehörden, sowie die Jugendämter sind aufgefordert, entsprechend ihren Möglichkeiten (Gesetzgebung, fachspezifische Ausbildung von geeigneten Mitarbeitern) zu reagieren.

Die Beratung und vor allem die Rehabilitation von Involvierten und Ex-Mitgliedern steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Hier muss bald und nachhaltig eine Besserung im Sinne der Betroffenen und ihrer Angehörigen eintreten!


Okkultistisch-traditioneller Satanismus-Temple of Set
Die Gestalt des Satan befindet sich nicht im Zentrum der Botschaft Jesu vom Reich Gottes, ist aber trotzdem für Jesus nicht nur eine Randfigur. Er rechnete vielmehr mit
der Macht des Widersachers, die er allem Anschein nach selbstverständlich voraussetzte, mehr noch, der er sich selbst ausgesetzt wusste.
So versuchte z.B. der Teufel Jesus dazu zu überreden, seine Heilkräfte zu missbrauchen und diese profitbringend einzusetzen.

In der Besessenheit eines Menschen ortet Jesus auch ein satanisches Element.
Dass es derartige Zustände gibt, ist ein Zeichen des ,,Reiches Satans":
Wenn Jesus durch seine Exorzismen die Dämonen vertreibt drängt er Satan zurück.

Lehre von der Existenz eines Teufels sowie Dämonen ist kein im strengen Sinn definiertes kirchliches Dogma.
Teufel = ,,eine wirkende Macht, ein lebendiges geistiges Wesen, verderbt und verderbend, eine schreckliche Realität, geheimnisvoll und beängstigend"
"Wer die Existenz dieser Realität bestreitet, stellt sich außerhalb der biblischen und kirchlichen Lehre."

Satan lebt ,,in der radikalen und nicht mehr umkehrbaren Verneinung Gottes".
Die Lehre über den Satan und die Dämonen gehört zum ,,rechten Glauben der Kirche".

Solche päpstlichen Ansprachen machen nicht-definierte Lehren zwar nicht zum Dogma, setzen aber trotzdem entscheidende Richtpunkte.
Das kirchliche Lehramt hält daran fest, dass es böse Geister gibt, die von Gott geschaffene freie Wesen sind und sich aus eigener Schuld von Gott abgewandt haben. Sie sind die Verführer der Menschen zum Bösen schlechthin.

Der Teufel und die Dämonen gehörten ursprünglich zu den Engeln. Diese von Gott geschaffenen Wesen sind reine (=körperlose) Geister die als solche mit Verstand und freiem Willen begabt sind. Ein Teil der Engel hat sich definitiv gegen Gott gestellt und zur Strafe dafür sind diese Engel auf immer von Gott getrennt und in die Hölle verbannt worden.
Dort führen sie ein Dasein in Hass, Hoffnungslosigkeit, Sinnlosigkeit und Qual. Die Hölle ist kein Ort, sondern ein Zustand. Diese verstoßenen Engel sind die Dämonen, der Teufel (Satan) ist ihr Anführer.
Die bösen Geister sind bestrebt, die Menschen in ihre negative Freiheitsentscheidung hineinzuziehen. Sie verleiten zur Sünde, zum Abfall von Gottes Geboten und dadurch auch von ihm selbst.

Jesus als Exorzist:
Nach dem Zeugnis der Jünger hat Jesus vielen Menschen, die man als Besessene zu ihm brachte, dadurch geholfen, dass er an ihnen einen Exorzismus vornahm.

Welche Zustände hat nun Jesus als Besessenheit eingeschätzt?

Meist lagen Symptombilder vor, bei denen man heute auf psychische od. organische Krankheiten schließen würde.
Mt 9, 33f.: Stummer: Als sie gegangen waren, brachte man zu Jesus einen Stummen, der von einem Dämon besessen war. Er trieb den Dämon aus, und der Stumme konnte reden. Alle Leute staunten und sagten: So etwas ist in Israel noch nie geschehen.
Die Pharisäer aber sagten: Mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.

Sie schienen im Bann einer fremden Macht zu stehen, eben des Dämons, den Jesus ausfuhr und vertrieb.
Die Menschen, die Jesus exorzierte, schienen manchmal über paranormale Fähigkeiten verfügt zu haben (z.B. wenn sie das Geheimnis Jesu erkannten ;
Mk 1, 24; 5,6).
Es fällt auf, dass Jesus alle Menschen, die von seinen Zeitgenossen für besessen gehalten und deswegen zu ihm gebracht wurden, auch als Besessene akzeptierte

Jesus scheint also davon ausgegangen zu sein, dass hinter Krankheiten allemal dämonische Mächte stünden.
Krankheit und Besessenheit gehörten demnach zusammen und gingen ineinander über.
Die Besessenheit als die intensivste Form dämonischer Einwirkung auf den Menschen bestand in dieser Sicht darin, dass der Dämon ganz und gar vom Menschen Besitz
ergriffen hatte, so dass dieser nicht mehr Herr seiner selbst war, sondern der Dämon durch ihn sprach und handelte.

Die bösen Geister im neuen Testament:
Die Autoren der NT Schriften liegen in ihrer Auffassung grundsätzlich auf der Linie Jesu. Es ist für sie selbstverständlich, dass es Geistwesen gibt, die sich dem Willen Gottes widersetzen und sich in ihren aus dieser Rebellion entspringenden Aktivitäten
besonders gegen Jesus und die christlichen Gemeinde wenden. Das ganze NT ist sich darüber einig, dass Satan nicht nur die Christen zur Sünde verführt, sondern dass er bestrebt ist, alle Welt im Unglauben und den daraus folgenden Lastern festzuhalten. Dies ist eine andere Form der Versuchung, der Teufel will die Bekehrung zum Evangelium verhindern.

In den Johanneischen Schriften ist dieser auf den Menschen liegende satanische Bann besonders stark betont.
Der Satan heißt hier ,,Herrscher dieser Welt".
Er ist zwar durch Jesus grundsätzlich besiegt, was aber nicht bedeutet, dass er über die, die sich Jesus nicht anschließen wollen, seine Macht verloren hätte.
So heißt es im 1 .Johannesbrief: ,,Wir wissen: Wir sind aus Gott, aber die ganze Welt steht unter der Macht des Bösen.“

Damit, dass der Satan als Herrscher bzw. im übertragenen Sinn sogar als Gott betitelt wird, ist nicht nur die Intensität seiner zur Sünde verführten und in ihr festhaltenden Macht ausgesagt, sondern es ist damit auch gemeint, dass er Anführer vieler anderer böser Geister ist.

Die Mächte:
Das NT redet auch noch von anderen Geistwesen, die dem Menschen gefährlich werden können. Sie tragen versch.
Bezeichnungen: „Dämonen“ , ,,Mächte“ und ,,Gewalten“.
Sie gehören nicht eindeutig zu den bösen Geistern. Als kosmische Potenzen können sie freilich eine Faszination ausstrahlen, die den Gottesbezug der Menschen gefährdet. Erst in den späteren NT Schriften werden sie eindeutig als von sich aus gottwidrig und die Menschen verführend verstanden und dem Reich des Bösen zugezählt.
Geschichtliche Entwicklung des modernen Satanismus:
Der moderne Satanismus setzt ca. im 19. Jhdt. ein und wird hier zum Gegenstand dichterisch-literarischer Schöpfung.

Beispiel: Loris K. Huysmmar: ,,La-Bas": beschreibt eine schwarze Messe.

Sogenannte Teufelsmessen tragen zur raschen Verbreitung des Satanismus bei.

Doch was sind eigentlich Teufelsmessen?
Teufelsmesse, auch schwarze Messe genannt sind eine Nachahmung der römisch-katholischen Messe, bei der Satan bzw. der Teufel angebetet wird. Es werden diverse Rituale praktiziert, die für gewöhnlich das Christentum und seine Botschaft verspotten. Bei der Teufelsmesse wird z. B. ein Kruzifix verkehrt herum aufgehängt, traditionelle Gebete werden rückwärts aufgesagt, mit schmutzigem Wasser wird eine Nachahmung des Segnens ausgeführt, eine nackte Frau wird als Altar benutzt, Tiere werden geopfert und absonderliche Sexualpraktiken werden ausgeübt.

Von satanistischer Esoterik geprägte Gruppen und Organisationen unserer Zeit streiten das Zelebrieren von schwarzen Messen ab. Im Zuge des wachsenden Interesses
der Jugend am Okkultismus gewinnen diese jedoch immer mehr Anhänger. Der Boden für diese Hinwendungsbewegung wird oft von satanistischer Rockmusik, dem sogenannten Black Metal, bereitet.

Black Metal ist sozusagen ein legales und effektives Mittel zur Verbreitung des Satanglaubens.
Hier werden die Texte, welche die christliche Welt verhöhnen, oft rückwärts gesungen um die Allgegenwärtigkeit des Teufels zu verdeutlichen.

Im 20. Jhdt. entstehen viele Bewegungen, die zum Satanismus gerechnet werden, aber als eine eigene Religion verstanden werden müssen.
Sie beziehen sich zumeist auf den Engländer Aleister Crowley (1875-1947) als ihren Inspirator, der seinerseits an neugnostischen Lehren anknüpfte, welche er um die Jahrhundertwende im in Deutschland gegründeten ORDO TEMPLI ORIENTIS (O.T.O.) kennen lernte. Es entstand eine Geheimgesellschaft, die sich - zu Unrecht - auf den Tempelorden als ihr geistiges Vorbild berief. Crowley gab ihr ihre eigentliche Prägung. Aus ihr sind viele Ableger entstanden
Für Crowley ist das Absolute der schrankenlose biologische Lebensdrang, der in unendlicher Lust ausgelebt werden will. ,,Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern“, d.h. sie sind absolut göttlich - aber im crowleyschen orgiastisch-dionysischen Verständnis des Göttlichen.

Für jeden gilt: ,,Tue, was du willst, das ist das ganze Gesetz."
Wichtig ist es, sich in schrankenloser Zügellosigkeit auszuleben!!!
Crowley bezeichnet sich selbst als ,,Das große Tier- 666", 666 ist „The Number of the Beast“, sozusagen die Kennnummer des Teufels.
Er verstand sich als Inkarnation des Satans. So ist also das in ihm verkörperte Gottprinzip der Satan.

Diese Sicht des göttlichen Urprinzips entspricht auch Crowleys System der Magie. Durch Rituale, die sämtliche nur denkbaren sexuellen Praktiken mit blutrünstigen Tieropfern verbinden, soll sich der Magier die hintergründigen Energien des Kosmos unterwerfen und so seinen Willen immer schrankenloser verwirklichen können. Riten sollen ihm letztendlich zur Erfahrung seiner Göttlichkeit verhelfen.

Ende der sechziger Jahre gründete Charles Manson unter Einfluss Aleister Crowleys O.T.O die
Final Church
Er hielt sich für Satan und Christus zugleich und glaubte an das Endgericht, das durch ihn und seine Anhänger herbeigeführt werden sollte. Vermutlich aus diesem Grund wurde C. Manson zum bestialischsten Massenmörder unserer Zeit. (Er wurde zu 240 Jahren Haft verurteilt)

Beessenheit als deutliche Manifestion der bösen Geister
Aus der Sicht der kath. Traditionalisten Satanisten den bösen Geistern insofern verfallen als sie von ihnen zum Abfall von Gott, zu einem gottwidrigen Leben und zu verbotenen Praktiken verführt worden sind. Sie bleiben aber im Besitz ihrer menschlichen Selbstbestimmung und können über die außergewöhnlichen Kräfte der Dämonen sogar bis zu einem gew. Grad verfügen.

Anders die Besessenen: sie gelten als mehr oder weniger willenlose Werkzeuge böser Geister. So können sich Dämonen des Leibes der Besessenen unmittelbar bedienen und durch ihn persönlich in Erscheinung treten.
Kennzeichen der Besessenheit:

Persönlichkeitswechsel
„Dämonischer" Charakter

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